Helmut Schmidt

1999 – Der abstrakte, bunte Hahn von Helmut Schmidt

 

Zum ersten ZDF hansetreff hat Helmut Schmidt (Bundeskanzler von 1974 – 1982) die Mokkatasse gestaltet.


ZUR PERSON:

Helmut Schmidt wird 1918 in Hamburg geboren. Im Jahre 1946 schließt er sich der SPD an. Bereits 1953 wird Helmut Schmidt in den Bundestag gewählt, wo seine Gegner ihm schon bald den Spitznamen „Schmidt-Schnauze“ geben. Im Herbst 1961 wird Schmidt Innensenator in Hamburg.

1966 geht er nach Bonn zurück und übernimmt den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion. Ende Oktober 1969 wird Schmidt Verteidigungsminister im ersten SPD/FDP-Kabinett. Im Zusammenhang mit der Währungskrise tritt 1972 Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller zurück. Helmut Schmidt übernimmt den Ministerposten. Am 7. Mai 1974 tritt Willy Brandt von seinem Bundeskanzleramt zurück (Affäre Guillaume). Helmut Schmidt wird sein Nachfolger und damit der fünfte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kanzlerschaft steht im Schatten der Weltwirtschaftsrezession. Die größte innenpolitische Herausforderung ist der Terrorismus in der Bundesrepublik.

Ende der 70er Jahre wächst die allgemeine Popularität von Helmut Schmidt, in seiner eigenen Partei nimmt jedoch der Widerstand gegen seine Politik, vor allem in Rüstungs- und Energiefragen, zu. 1980 wird er erneut als Bundeskanzler bestätigt, doch er hat mit Teilen der SPD ein zunehmend schwieriges Verhältnis. Im September 1983 kommt es schließlich zum Bruch der Koalition. CDU/CSU und FDP einigen sich auf ein konstruktives Misstrauensvotum. Helmut Schmidt wird am 1. Oktober von Helmut Kohl als Bundeskanzler abgelöst. Seit 1983 ist er Mitherausgeber der Wochenzeitung „DIE ZEIT“.

Helmut Schmidt ist seit 1942 mit Hannelore (genannt „Loki“) geb. Glaser verheiratet. Sie haben eine Tochter. Er interessiert sich für Musik und Kunst, er spielt Klavier und Orgel und malt gern.