Mehr zu Armin Müller-Stahl und seiner Tasse
2002 – Zwei Musiker von Armin Mueller-Stahl
Zwei Musiker, ein Violinist und ein Cellist - diese Zeichnung ist für Armin Mueller-Stahl auch eine Erinnerung an seine letzten Jahre in der DDR. Er entwarf das Motiv Mitte der 70er Jahre. Damals galt er in der DDR bereits als unerwünschte Person. Mit der Zeichnung bedankte er sich bei den Menschen, die ihm dennoch die Treue gehalten haben.
ZUR PERSON:
Armin Mueller-Stahl wird am 17. Dezember 1930 in Tilsit geboren. Nach dem Abitur studiert er am Städtischen Konservatorium in Ostberlin Musikwissenschaften und Geige und schließt seine Ausbildung 1949 als Konzertgeiger und Musiklehrer ab. Ein Jahr lang arbeitet er als Dozent. Dann wechselt er in den Schauspielerberuf und erhält bereits 1952 sein erstes Engagement am Berliner Theater. Gemeinsam mit dem Ensemble wechselt er zur Berliner Volksbühne und bleibt dort 25 Jahre lang. In den 60er Jahren avanciert Mueller-Stahl zum meistbeschäftigten und bestbezahlten Schauspieler der DDR. Er spielt rund 60 Hauptrollen in Film- und Fernsehproduktionen und erhält hohe Auszeichnungen wie den "Kunstpreis der DDR" (1963), den "Nationalpreis 2. Klasse" (1972) und wird 1975 zum "DDR-Fensehkünstler des Jahres" ernannt. Fünf Jahre hintereinander wählt ihn das Publikum zum "beliebtesten Schauspieler der DDR". Nachdem Armin Mueller-Stahl 1976 gemeinsam mit vielen anderen Künstlern eine Resolution gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnet, bleiben für ihn die Rollen schlagartig aus. Erst 1980 siedelt er von Ost- nach Westberlin über und setzt dort seine Film- und Fernsehkarriere fort. Kinofilme wie Rainer-Werner Fassbinders "Lola" (1981) und Nikklaus Schillings "Der Westen leuchtet" (1981) machen ihn zu einen Darsteller, der nun auch international gefragt ist. 1989 erobert Armin Mueller-Stahl in "Music-Box" (Regisseur Costa-Gavras) Hollywood. Er spielt den Taxifahrer in Jim Jarmuschs "Night on Earth" (1991), den Vater Bronstein in "Bronsteins Kinder" (1992) und tritt u.a. mit Vanessa Redgrave in der aufwendigen Hollywood-Produktion "Das Geisterhaus" (1993) auf.
1997 gibt er mit dem Film "Gespräch mit dem Biest" sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Er spielt darin auch die Hauptrolle, einen Doppelgänger Adolf Hitlers. Im Herbst 2001 war er im ARTE/ARD Dreiteiler "Die Manns" als Klaus Mann zu sehen. Neben einigen Oscar-Nominierungen (u.a. für "Shine") erhält Armin Mueller-Stahl den "Silbernen Lorbeer" (1955), den "Bundesfilmpreis" (1981), das "Filmband in Gold" (1982), den "Darstellerpreis in Montreal" (1985), den "Silbernen Bär" (1992) und den australischen Filmpreis (1996).
Armin Mueller-Stahl ist seit 1973 verheiratet und hat einen Sohn Christian.

